Die Diagnostikplattform von Spindiag kommt aus Deutschland – produziert in Bayern und Baden-Württemberg.

Weißenburg/Freiburg, 23. März 2020 – In Anbetracht der weltweit prekären Situation hinsichtlich der Ausbreitung des neuen Coronavirus (SARS-CoV-2) sind Werkzeuge zur schnellen und dezentralen Diagnostik unerlässlich. Die Spindiag GmbH hat in Kooperation mit Hahn-Schickard ein Point-of-Care-Testgerät sowie eine integrierte Testkartusche für den Nachweis antibiotikaresistenter Erreger entwickelt. Das System ist bereits in der Lage direkt Nasen-Rachenabstriche von Patienten mittels einer PCR (weltweiter Goldstandard molekularbiologischer Labors) in ca. 30 Minuten zu analysieren. Die Kartusche inklusive des Geräts befindet sich derzeit in der analytischen Leistungsbewertung, ab Juli wird aus heutiger Sicht die klinische Leistungsbewertung und daran anschließend die Zulassung und Produkteinführung folgen.

„Aufgrund der akuten Dringlichkeit der Corona Pandemie könnte auf Basis dieser Plattform ab sofort ein SARS-CoV-2 Schnelltest etabliert werden. Die RKT GmbH, Unternehmen der Alfmeier Gruppe würde die Hochskalierung der Reinraumfertigung der Kartuschen für Spindiag übernehmen,“ erläutert Dr. Daniel Mark, Mitgründer und Geschäftsführer der Spindiag GmbH aus Freiburg.

Aktuell gibt es SARS-CoV-2-Tests, die in Zentrallabors durchgeführt werden müssen. Erste Ansätze für Schnelltest tun sich erfreulicherweise auf, jedoch sind viele ungeeignet für die dezentrale Probennahme und Analyse vor Ort z.B. in Abstrichzentren, um frühe Infektionsstadien mit schnellen Ergebnissen abzuklären. Die Plattform von Spindiag ist insbesondere aufgrund der sehr einfachen, vollautomatischen und schnellen Testung direkt von Abstrichproben für den dezentralen Einsatz prädestiniert. Die Machbarkeit eines dafür geeigneten Point-of-Care-Tests auf SARS-CoV-2 könnte in zwei Monaten gezeigt werden. Für den anschließenden Zulassung und den Aufbau einer Produktion auf Basis der bereits heute bestehenden Produktionslinie veranschlagen wir weitere drei Monate. Daher könnte Ende des Jahres 2020 ein Schnelltest in einer Stückzahl von 1,5 Mio. Tests pro Jahr zur Verfügung stehen, skalierbar um mindestens weitere 1,5 Mio. Tests pro Jahr mit einer Vorlaufzeit von drei bis sechs Monaten.

Spindiag und auch RKT haben erklärt, ihr Know-How aus der Produktentwicklung zum Nachweis von MRSA-Keimen (multiresistenter „Krankenhauskeim“) auf die Fertigstellung eines SARS-CoV-2-Tests zu verwenden. Ziel ist es, das bayerische und nationale Gesundheitssystem mit vielen lokalen Testeinheiten vor Ort zu versorgen, so dass neben Krankenhäusern auch Arztpraxen, Apotheken, Behörden und ggfs. Unternehmen Schnelltests durchführen können. Die Bedienbarkeit des Gerätes ist derartig einfach, dass man hierfür nur minimal geschultes Personal benötigt. Ferner können auf dieser Plattform zukünftig weitere Infektionskrankheiten getestet werden und damit letale Pandemien frühzeitig erkannt und bekämpft werden.

Über Spindiag (www.spindiag.de)
Die Spindiag GmbH wurde 2016 mit Sitz in Freiburg im Breisgau, Deutschland aus dem renommierten Forschungsinstitut Hahn-Schickard ausgegründet. Auf Basis einer umfassend patentierten Zentrifugalmikrofluidik-Plattform entwickelt das Unternehmen ein Point-of-Care-Diagnostiksystem als sicheren, einfachen und effizienten Schnelltest unterschiedlichster Infektionskrankheiten.

Pressekontakt Spindiag GmbH
Dr. Daniel Mark
Geschäftsführer | Mitgründer
Mail:
info@spindiag.de
Spindiag GmbH
Engesserstr. 4a, 79108 Freiburg, Germany

Über die RKT (www.rkt.de)
Produkte mit höchsten kunststofftechnischen Anforderungen realisieren, neue Wege mit biologisch abbaubaren Werkstoffen gehen, mikrofluidische Chips im Reinraum befüllen, versiegeln und verpacken. Mit Smart-Devices oder mikromechanischen und -optischen Baugruppen disruptiven Fortschritt verwirklichen. SMA-Aktuatoren zuverlässig montieren. Die RKT produziert für Medical Devices, Disposables für Point-of-Care-Diagnostik und Smart-Devices vom Spritzguss bis zum fertig verpackten Produkt – mit kollaborativer Robotik und im Reinraum.

Über die Alfmeier Group (www.alfmeier-group.de)
Die Alfmeier Gruppe hat Standorte in Deutschland (Treuchtlingen, Weißenburg, Gunzenhausen, Roding), Tschechien (Pilsen), USA (Troy, Greenville), Mexico (Monterrey), China (Shanghai) und Südkorea (Ansan). Zur Alfmeier Unternehmensgruppe gehören im Bereich Automotive die Unternehmen Alfmeier Präzision SE (
www.alfmeier.de), k3 works GmbH (www.k3works.de), ein Testing- und Labordienstleister, die KITE Electronics GmbH (www.kite-electronics.de), ein Spezialist für elektronische Flachbaugruppen, sowie im Bereich Industrial die RKT GmbH (Medizintechnik) und die Actuator Solutions GmbH (www.actuatorsolutions.de, Automotive, mobile Geräte). Im Jahr 2018 beschäftigte die Alfmeier Gruppe weltweit 2.415 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei einem Jahresumsatz von 298 Mio. Euro.

Pressekontakt Alfmeier Group
Jörg Kleinöder
Corporate Communications Manager
Tel.: +49914270126
Mobil: +491723489853
Mail:
joerg.kleinoeder@alfmeier.de
Alfmeier Präzision SE
Schulhausstr. 10, 91781 Weissenburg

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